Thesen für einen Computerraum

Immer mehr Computerräume werden abgebaut. Ist das so in Ordnung? Reichen iPads als Grundlage einer informationstechnichen Grundbildung? 

Prüfungskultur in digitalen Zeiten - von Karsten Quabeck

Stand Februar 2022

Wir arbeiten mit den Schüler*innen am iPad, recherchieren im Web, fragen Finn, tragen alles in einer Pagesdatei kollaborativ zusammen ... und prüfen dann mit Heft und Stift in 45 oder 90 Minuten das Gelernte ab. Mhm. 

In Bayern und NRW werden in Informatik im Abitur schriftliche Prüfungen wie diese gestellt: https://www.standardsicherung.schulministerium.nrw.de/cms/ zentralabitur-gost/faecher/getfile.php?file=5151 . Das ist Wissensabfrage, die niemand benötigt. Das ist so unsinnig, wie die Geschichtsabfragen früherer Zeiten: "Wann und wo wurde Caesar geboren und wo und wann starb er?“. So etwas hat uns Rom nicht näher gebracht. 

Nachdem nun viele Endgeräte und das entsprechende Netzwerk in den Unterricht gekommen sind und - verstärkt durch die Pandemie, in der man im Distanzunterricht trotzdem Leistungsbewertungen und Klassenarbeiten schreiben musste -, hat sich eine Gruppe von den bekanntesten Vordenker*innen in Deutschland gefunden und versuchen nun unter https://pruefungskultur.de/ neue Prüfungswege zu finden. 

Selbst die Kultusministerkonferenz hat im Dezember 2021 gesehen 

https://www.kmk.org/fileadmin/veroeffentlichungen_beschluesse/ 2021/2021_12_09-Lehren-und-Lernen-Digi.pdf, dass der Prüfungsaspekt bezüglich des digitalen Unterrichts weiter zu entwickeln ist, zeitgemäßer werden muss. Für NRW gilt zur Zeit: Prüfungen sind Dienstaufgabe von Lehrkräften. In der ADO (https://bass.schul- welt.de/12374.htm) unter §10, §13, §14, §17, §23. Daneben wird die Anzahl der Klassenarbeiten vom MSB hier festgelegt: https://www.schulministerium.nrw/anlage-anzahl-der-klassenarbeiten. Dort wird auch die zeitliche Länge definiert, die je nach Altersklasse zwischen 45 und 90 Minuten liegt. 

Zeitgemäße Prüfungskultur! Wie geht das? Grundsätzlich können wir schon mal folgendes festhalten: die geänderten Unterrichtsszenarien, erfordern andere Leistungsbewertungen und Prüfungen. Und andere Prüfungen werden dann auch wieder Auswirkungen auf den Unterricht haben! Das muss in unsere Köpfe als Lehrkräfte. Und vermutlich auch der politischen und administrativen Entscheider*innen. Denn noch ist für die Sekundarstufe I vorgeschrieben, dass in den meisten Fällen sechs (6) Prüfungen im 7. Jahrgang stattfinden müssen, wovon eine (1) 'alternativ' sein darf, die anderen fünf (5) im klassischen 45-90 minütigen Abfragemodus.1 

Und nu? Anfangen neu zu denken. Das versuche ich mit den beiden Handreichungen. 

Der Schieberegler für neue Prüfungsformate

Axel Krommer und andere waren wohl die ersten. Ein Schieberegler der verdeutlicht, an welchen "Stellschrauben" man Prüfungen anders aufbauen kann. Hier in einer sehr schönen interaktiven Variante. Herzlichen Dank an Oliver Schönfeld für die Unterstützung!!!!!

Eigenbewertung der Schüler*innen


Präsenttionsbeurteilung